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AbfindungsTool Steuer- und Rechtsstand: 2026
Arbeitsrecht § 622 BGB

Kündigungsfrist Rechner 2026

Ermitteln Sie die maßgebliche Kündigungsfrist nach Betriebszugehörigkeit. Essentiell für Abfindungsverhandlungen: Eine Verkürzung der Frist führt nach § 158 SGB III zum Ruhen des Arbeitslosengeldes!

Gesetzliche Kündigungsfrist nach § 622 BGB berechnen

Gesetzliche Kündigungsfrist für den Arbeitgeber:
2 Monate zum Monatsende
Rechtsgrundlage: § 622 Abs. 2 Nr. 2 BGB (ab 5 Jahren Betriebszugehörigkeit)
Ruhenszeit vermeiden (§ 158 SGB III):

Endet das Arbeitsverhältnis vor dieser Frist, ruht das Arbeitslosengeld I bis zum regulären Kündigungstermin.

Gesetzestabelle BGB

Übersicht der gesetzlichen Kündigungsfristen (§ 622 Abs. 2 BGB)

Betriebszugehörigkeit Gesetzliche Kündigungsfrist
Grundfrist (bis 2 Jahre)4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende
2 Jahre1 Monat zum Monatsende
5 Jahre2 Monate zum Monatsende
8 Jahre3 Monate zum Monatsende
10 Jahre4 Monate zum Monatsende
12 Jahre5 Monate zum Monatsende
15 Jahre6 Monate zum Monatsende
20 Jahre7 Monate zum Monatsende
Hinweis für Arbeitnehmer: Für eine Kündigung durch den Arbeitnehmer gilt mangels abweichender vertraglicher Regelung stets nur die Grundkündigungsfrist von 4 Wochen zum 15. oder Monatsende.
Wissen & Recht

Häufige Fragen zu Kündigungsfrist & Abfindung

Gesetzliche Fristen nach § 622 BGB und wie Sie ein Ruhen des ALG I nach § 158 SGB III vermeiden.

1 Wann ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld I wegen einer Abfindung (§ 158 SGB III)? ▼

Wird das Arbeitsverhältnis vor Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist (§ 622 BGB) beendet und eine Abfindung gezahlt, ruht der Anspruch nach § 158 SGB III bis zum fiktiven Kündigungstermin (maximal 1 Jahr). Bei Einhaltung der Frist tritt kein Ruhen ein.

3 Warum ist die 3-Wochen-Frist für eine Kündigungsschutzklage entscheidend für die Abfindung? ▼

Nach Zugang einer Kündigung haben Sie exakt 3 Wochen Zeit (§ 4 KSchG), um Klage beim Arbeitsgericht einzureichen. Verstreicht diese Frist fruchtlos, gilt die Kündigung als von Anfang an rechtswirksam (§ 7 KSchG) – und alle Chancen auf eine Abfindung sind endgültig verloren.

2 Welche finanziellen Nachteile hat eine verkürzte Kündigungsfrist im Aufhebungsvertrag? ▼

Endet das Arbeitsverhältnis früher als bei ordentlicher Kündigung, ruht das ALG I nach § 158 SGB III. Der Arbeitnehmer muss die Zeit bis zum regulären Kündigungstermin aus der Abfindung finanzieren und verliert dadurch oft mehr Geld, als er durch die Vereinbarung gewonnen hat.

4 Wann hat man bei einer Kündigung Anspruch auf eine Abfindung? ▼

Ein Anspruch besteht nur, wenn der Arbeitgeber im Kündigungsschreiben ausdrücklich ein Angebot nach § 1a KSchG unterbreitet, ein Tarifvertrag oder Sozialplan dies regelt oder im Rahmen einer Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht ein Vergleich geschlossen wird.

Transparenz & Qualitätssicherung

Gesetzliche Quellen, Annahmen & Berechnungsmethodik

Steuerstand: 2026 (Aktualisiert: Januar 2026)

Steuerrechtliche Normen

  • § 34 Abs. 1 & 2 EStG: Tarifermäßigung bei außerordentlichen Einkünften (Fünftelregelung zur Progressionsmilderung bei Zusammenballung).
  • § 32a EStG: Einkommensteuertarif 2026 mit Grundfreibetrag von 12.096 € (24.192 € bei Zusammenveranlagung).
  • SolZG & Kirchensteuer: Solidaritätszuschlagsgesetz mit Freigrenzen 2026 sowie länderspezifische Kirchensteuersätze (8 % in BY/BW, 9 % in übrigen Ländern).

Arbeits- & Kündigungsschutz

  • § 1a KSchG: Gesetzlicher Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter Kündigung in Höhe von 0,5 Monatsverdiensten pro Beschäftigungsjahr.
  • § 10 KSchG: Höchstgrenzen für Abfindungen bei gerichtlicher Auflösung des Arbeitsverhältnisses (bis zu 18 Monatsverdienste).
  • § 622 BGB: Gesetzliche Kündigungsfristen nach Dauer der Betriebszugehörigkeit zur Ermittlung des Kündigungstermins.

Sozialversicherung & Arbeitsagentur

  • § 14 SGB IV (BSG-Urteile): Echte Abfindungen als Entschädigung für den Arbeitsplatzverlust sind vollkommen beitragsfrei in allen Sozialversicherungszweigen.
  • § 158 SGB III (Ruhen): Ruhen des Arbeitslosengeldes bei Nichteinhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist im Aufhebungsvertrag bis zum regulären Kündigungstermin.
  • § 159 SGB III (Sperrzeit): 12 Wochen Sperrzeit bei Lösung des Beschäftigungsverhältnisses ohne anerkannten wichtigen Grund.

Methodischer Hinweis: Die Berechnungen erfolgen nach dem progressiven Formeltarif § 32a EStG unter Berücksichtigung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags (§ 9a EStG: 1.230 €) und des Sonderausgaben-Pauschbetrags (§ 10c EStG: 36 €). Bei Steuerklasse 2 wird der Alleinerziehenden-Entlastungsbetrag (§ 24b EStG: 4.260 €) berücksichtigt. Alle Berechnungen werden zu 100 % lokal in Ihrem Browser ausgeführt; es werden keine personenbezogenen Gehaltsdaten übertragen oder gespeichert.

Haftungsausschluss: Die von AbfindungsTool bereitgestellten Berechnungen stellen eine fundierte mathematische und rechtliche Musterschätzung dar. Sie ersetzen keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung durch zugelassene Rechtsanwälte für Arbeitsrecht oder Steuerberater.